Infos

Aufbewahrungsfristen

Alle Buchhaltungsunterlagen (Belege, Kontoauszüge und Bankauszüge) und Jahresabschlüsse sind im Allgemeinen 10 Jahre aufzubewahren.

Bewirtungsaufwendungen

  • Alle bewirteten Personen einschließlich der Gastgeber sind aufzuführen.
  • Bezeichnung des Anlasses der Bewirtung möglichst genau („Arbeitsessen“ reicht nicht aus)
  • Höhe der Aufwendungen sollte angemessen sein
  • Korrekter Ausweis der Umsatzsteuer auch bei Bewirtungsbelegen erforderlich

Geschenke

  • Steuerlich abzugsfähig bis maximal 35,00 € pro Person und Jahr (gilt nicht für Arbeitnehmer)
  • Dokumentation der Empfänger

Kleinbetragsrechnung

Eine Kleinbetragsrechnung (Rechnungsbetrag beträgt inklusive USt maximal 150 €) muss folgende Angaben enthalten:

  • den vollständigen Namen und die vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers
  • das Ausstellungsdatum
  • die Menge und handelsübliche Bezeichnung der gelieferten Gegenstände oder Art Umfang und der sonstigen Leistung
  • das Entgelt und den darauf entfallenden Steuerbetrag für die Lieferung oder sonstige Leistung in einer Summe
  • den anzuwendenden Steuersatz oder
  • im Fall einer Steuerbefreiung einen Hinweis darauf, dass für die Lieferung oder sonstige Leistung eine Steuerbefreiung gilt

Rechnungsmerkmale

Der Vorsteuerabzug ist nur zulässig, wenn der Unternehmer eine nach §§ 14 und 14a UStG ausgestellte Rechnung besitzt. Der Leistungsempfänger hat die in der Rechnung enthaltenen Angaben auf ihre Vollständigkeit und Richtigkeit zu überprüfen.

Folgende Angaben sind erforderlich:

  • Name und Anschrift des leistenden Unternehmers
  • Name und Anschrift des Leistungsempfängers
  • Steuernummer oder alternativ Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des leistenden Unternehmers
  • Ausstellungsdatum der Rechnung
  • fortlaufende Rechnungsnummer
  • Menge und handelsübliche Bezeichnung der gelieferten Gegenstände oder Art und Umfang der sonstigen Leistung
  • Zeitpunkt der Leistung
  • Nettoentgelt aufgeschlüsselt nach Steuersätzen
  • Steuerbetrag
  • Bruttoentgelt
  • Steuersatz und / oder Hinweis auf eine Steuerbefreiung

Verpflegungsmehraufwendungen (Inland)

  • bei mindestens 8 Stunden: 12,00 €
  • bei mehrtätiger Auswärtstätigkeit mit Übernachtung: 12,00 € für den An- und Abreisetag (auch bei weniger als 8 Std. Abwesenheit)
  • bei 24 Stunden: 24,00 €

DATEV eG : Nachrichten Steuern

Nachrichten Steuern
  • Freibeträge bei der Grunderwerbsteuer für junge Familien
    Nordrhein-Westfalen drängt darauf, Bürgerinnen und Bürger beim Erwerb von Wohneigentum über einen Freibetrag von der Grunderwerbsteuer zu entlasten. In einem am 22.09.2017 im Bundesrat vorgestellten Entschließungsantrag fordert das Land die Bundesregierung auf, hierzu zeitnah einen entsprechenden Gesetzentwurf vorzulegen.
  • Lohnsteuerliche Behandlung vom Arbeitnehmer selbst getragener Aufwendungen bei der Überlassung eines betrieblichen Kfz
    Das BMF gibt die Anwendung der Urteile des BFH VI R 49/14 und VI R 2/15 vom 30. November 2016 bekannt (Az. IV C 5 - S-2334 / 11 / 10004-02).
  • EU-Kommission will Besteuerung der digitalen Wirtschaft reformieren
    Die EU-Kommission hat die Weichen für eine faire Besteuerung der digitalen Wirtschaft gestellt. Sie fordert eine grundlegende Reform der internationalen Steuervorschriften, bei der die Art der Wertschöpfung und der Ort der Besteuerung besser verknüpft werden. Die Mitgliedstaaten sollen sich auf einen starken und ehrgeizigen Standpunkt der EU bis zum Frühjahr 2018 einigen.

DATEV eG : Nachrichten Recht

Aktuellen Nachrichten aus dem Bereich Recht
  • Amtsgericht Frankfurt am Main erachtet "Mietpreisbremse" für rechtmäßig
    Das AG Frankfurt a. M. hat die sog. "Mietpreisbremse" in § 556 d BGB für rechtmäßig erklärt. Die Regelung diene einem legitimen Zweck, nämlich in Gebieten mit besonderer Gefährdungslage die Miethöhe zu dämpfen und der direkten oder indirekten Verdrängung wirtschaftlich weniger leistungsfähiger Bevölkerungsgruppen entgegenzuwirken (Az. 33 C 3490/16 (98)).
  • Bundesrat stärkt Rechtssicherheit für Berufsgeheimnisträger
    Der Schutz von Berufsgeheimnissen soll praktikabler werden. Der Bundesrat billigte am 22.09.2017 das Vorhaben mit dem umfangreichen Titel: Gesetz zur Neuregelung des Schutzes von Geheimnissen bei der Mitwirkung Dritter an der Berufsausübung schweigepflichtiger Personen. Der Bundestag hatte es bereits am 29.06.2017 beschlossen.
  • Bußgelder für Handynutzung und Behindern von Rettungskräften
    Autofahrer, die für Polizei- und Hilfskräfte keine Rettungsgasse bilden, müssen künftig mit einem Bußgeld bis zu 200 Euro rechnen. Der Bundesrat hat einen entsprechenden Verordnungsvorschlag der Bundesregierung in seiner Sitzung am 22.09.2017 ausdrücklich begrüßt. Darin sind auch eine Erweiterung des Handyverbots am Steuer, Untersagung von Gesichtsverhüllung und Klarstellung beim Lkw-Fahrverbot an Feiertagen vorgesehen.

DATEV eG : Nachrichten Wirtschaft

Nachrichten Wirtschaft
  • Reallöhne im 2. Quartal 2017 weiterhin deutlich im Plus
    Der Reallohnindex in Deutschland ist nach den Ergebnissen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung vom zweiten Quartal 2016 bis zum zweiten Quartal 2017 um 1,2 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, betrug der nominale Verdienstanstieg 2,9 %. Der Verbraucherpreisindex legte im selben Zeitraum um 1,7 % zu.
  • E-Privacy-Verordnung: Änderungen dringend erforderlich
    Die EU-Datenschutz-Grundverordnung soll durch eine "E-Privacy-Verordnung" ergänzt und präzisiert werden. Der DIHK hält dies nicht nur für unnötig, er kritisiert auch, dass die zusätzliche Verordnung es den Betrieben erschwere, die neuen Datenschutzanforderungen umzusetzen. Zudem sei der Anwendungsbereich nicht eindeutig; und wegen der enthaltenen Öffnungsklauseln drohe ein Datenschutz-Wirrwarr. Dennoch müssten sich Unternehmen angesichts empfindlicher Bußgelder rechtzeitig mit den neuen Datenregeln beschäftigen.
  • Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada tritt in Kraft
    Am 21. September 2017 tritt das umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen (CETA) zwischen der EU und Kanada vorläufig in Kraft. Darüber informiert die EU-Kommission.